8 wichtige DFM-Regeln für die Blechbearbeitung
Wenn Sie ein neues Produkt auf den Markt bringen, sind Geschwindigkeit und Kosten entscheidend. In der Fertigung gibt es dafür ein Konzept namens DFM (Design for Manufacturability, also fertigungsgerechte Konstruktion). Vereinfacht gesagt bedeutet es, Ihre Teile so zu konstruieren, dass sie sich einfach – und damit günstig – herstellen lassen.
Ist eine Konstruktion zu komplex oder ignoriert sie die physikalischen Grenzen von Metall, entstehen „Reibungsverluste in der Fertigung“: höhere Preise, längere Wartezeiten und ein höheres Fehlerrisiko. Wir bei Norck möchten Ihnen helfen, diese Fallstricke zu vermeiden.
Ob Sie ein erfahrener Ingenieur sind oder als Unternehmer einen Prototyp entwickeln: Wenn Sie diese acht einfachen Regeln befolgen, sind Ihre Blechteile hochwertig und kosteneffizient.

1. Nicht zu eng biegen (der Biegeradius)
Stellen Sie sich ein Stück Blech wie ein Stück Karton vor. Wenn Sie es zu scharf falten, reißt die Außenkante oder es bilden sich feine Haarrisse.
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Die einfache Regel: Der Innenradius Ihrer Biegung sollte mindestens der Blechdicke entsprechen.
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Wirtschaftliche Auswirkung: Wenn Sie alle Biegungen mit demselben Radius konstruieren, können wir jede Kantung mit einem einzigen Werkzeug fertigen. Das spart uns Rüstzeit und Ihnen Lohnkosten.
2. Genügend Abstand für Bohrungen
Wenn Sie eine Bohrung zu nah an der Stelle platzieren, an der das Blech gebogen wird, verzieht sich die Bohrung und wird oval. Dann lassen sich keine Schrauben oder Stifte mehr hindurchführen.
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Die einfache Regel: Halten Sie zwischen Bohrungen und jeder Biegestelle einen Abstand von mindestens der doppelten Materialdicke ein.
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Wirtschaftliche Auswirkung: So passen Ihre Bauteile auf Anhieb einwandfrei zusammen, und kostspielige Fehler wie Nacharbeit oder Ausschuss werden vermieden.
3. Biegefreischnitte gegen Einreißen vorsehen
Wenn Sie Blech entlang einer geraden Kante biegen, neigt das Material dazu, an der Ecke aufzureißen. Um das zu verhindern, schneiden wir an der Ecke eine sehr kleine Aussparung ein, den sogenannten Biegefreischnitt.
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Die einfache Regel: Sehen Sie am Ende Ihrer Biegelinien einen kleinen rechteckigen oder runden Freischnitt vor.
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Wirtschaftliche Auswirkung: Das garantiert ein sauberes, professionelles Ergebnis, ohne dass das Teil unter Belastung bricht – Ihr Produkt ist damit für Ihre Kunden widerstandsfähiger.
4. Ausreichend lange Schenkel konstruieren
Der „Schenkel“ ist der Teil des Blechs, der hochgebogen wird. Unsere Maschinen brauchen genügend Fläche, um das Blech greifen und kanten zu können. Ist der Schenkel zu kurz, ist das so, als wollten Sie einen winzigen Papierstreifen mit riesigen Fingern falten.
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Die einfache Regel: Achten Sie darauf, dass Ihr Schenkel mindestens viermal so lang ist wie das Blech dick.
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Wirtschaftliche Auswirkung: Längere Schenkel ermöglichen den Einsatz von Standardwerkzeugen. Kurze, „unzulässige“ Schenkel erfordern teure Sonderwerkzeuge, die Ihre Fertigungskosten verdoppeln können.
5. Die Walzrichtung des Blechs beachten
Bleche werden im Walzwerk ausgewalzt und erhalten dadurch – ähnlich wie Holz – eine Faserrichtung, die sogenannte Walzrichtung. Wenn Sie das Blech parallel zur Walzrichtung biegen, bricht es deutlich leichter.
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Die einfache Regel: Konstruieren Sie Ihr Teil so, dass die Biegungen quer zur Walzrichtung verlaufen, nicht parallel dazu.
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Wirtschaftliche Auswirkung: Diese „versteckte“ Regel verhindert, dass Ihre Teile Monate nach der Auslieferung an Ihre Kunden versagen oder Risse bekommen.
6. Lange, schmale Ausschnitte vermeiden
Laserschneidanlagen arbeiten mit großer Hitze. Hat Ihre Konstruktion sehr lange, dünne „Finger“ oder schmale Schlitze, kann sich das Blech durch die Hitze verziehen oder verdrehen wie ein Pringles-Chip.
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Die einfache Regel: Gestalten Sie schmale Ausschnitte mindestens 1,5-mal so breit wie die Blechdicke.
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Wirtschaftliche Auswirkung: So bleiben Ihre Teile eben und maßhaltig, wirken hochwertig und lassen sich ohne Zwang in Ihre Endmontage einbauen.
7. Rückfederung einplanen
Metall ist leicht elastisch. Wenn wir es auf 90 Grad biegen und die Maschine öffnet, federt es naturgemäß ein wenig zurück (etwa auf 88 oder 89 Grad).
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Die einfache Regel: Seien Sie bei Ihren Toleranzen flexibel. Wenn ein Teil für seine Funktion nicht exakt 90,00 Grad haben muss, lassen Sie in Ihren Vorgaben etwas Spielraum.
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Wirtschaftliche Auswirkung: Zu enge Toleranzen, wo sie nicht nötig sind, erhöhen Prüfaufwand und Kosten. Mit Standardtoleranzen für Blechteile bleibt Ihr Projekt im Budget.

8. Standard-Lochgrößen verwenden
Wenn Sie eine Bohrung mit einem Maß von exakt 5,123 mm vorsehen, müssen wir möglicherweise eigens dafür einen Sonderbohrer beschaffen.
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Die einfache Regel: Verwenden Sie gängige Standard-Lochgrößen (z. B. 5 mm, 6 mm oder 1/4 inch).
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Wirtschaftliche Auswirkung: Da wir Standardgrößen verwenden, können wir Ihren Auftrag problemlos mit unseren vorhandenen Stanzwerkzeugen bearbeiten – dank unserer Hochgeschwindigkeits-Stanzmaschinen mit nahezu sofortiger Durchlaufzeit.
Fazit: Warum Norck als Partner?

Wir bei Norck sind überzeugt, dass Fertigung transparent, zugänglich und hochwertig sein sollte. Sie müssen kein Metallurgie-Experte sein, um professionelle Ergebnisse zu erzielen – Sie brauchen nur den richtigen Partner. Unsere Ingenieure prüfen Ihre Konstruktionen gleich nach dem Hochladen anhand dieser Regeln und geben Ihnen schnell Feedback, das Ihnen zum Erfolg verhilft.
Wenn Sie diesen Leitfaden zur Blechkonstruktion befolgen, gestalten Sie nicht nur den Fertigungsprozess reibungsloser, sondern machen Ihr Unternehmen auch profitabler, indem Sie Ausschuss reduzieren und Ihre Time-to-Market verkürzen. Ob Einzelprototyp oder Großserie – unser Ziel ist es, jedes Mal Perfektion zu liefern.
Bereit für Ihr nächstes Projekt? Fordern Sie ein Sofortangebot an. Wenn Sie Fragen zu bestimmten Materialien oder komplexen Geometrien haben, kontaktieren Sie uns noch heute.













